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Basketball: (Gießen 46ers)
 
51:78-Niederlage in Göttingen

LTi 46ers beginnen gut, geraten in Lokhalle nach der Pause aber deutlich ins Hintertreffen

Es bleibt dabei: Für die LTi GIESSEN 46ers gibt es bei der BG Göttingen nichts zu holen. Wie in den letzten drei Saisons musste sich das Team aus der Lahnstadt auch am Dienstagabend mit einer deutlichen Niederlage im Gepäck auf die Heimreise machen. In einer Nachholpartie des 29. Beko Basketball Bundesliga-Spieltages behielt der Playoffanwärter aus Südniedersachsen mit 78:51 die Oberhand.

Während im Gießener Team mit Zachery Peacock (11 Punkte, 7 Rebounds) und Maurice Jeffers (10 Punkte) nur zwei Spieler mit zweistelligen Punktewerten vom Parkett gingen, drückten auf Göttinger Seite vor allem Kyle Bailey (17 Punkte, 4 Assists), Jason Boone (16 Punkte, 10 Rebounds, davon 9 offensiv) und Dwayne Anderson (15 Punkte) der Begegnung ihren Stempel auf.

Vor 2510 Zuschauern in der Göttinger Lokhalle agierten die 46ers über weite Strecken der ersten Halbzeit noch zielstrebig, konzentriert und clever, durch gutes Pass-Spiel konnten gegen die gemischte Mann-Mann-Zonen-Verteidigung der Göttinger immer wieder gute Wurfpositionen herausgespielt werden. Der Knackpunkt: Zu wenige dieser Schüsse fanden den Weg durch die BG-Reuse. Zwar erwischten die Gastgeber den besseren Start und führten Mitte des ersten Viertels mit 13:6, doch die LTi 46ers bissen sich ins Spiel und hatten nach fünf Punkten in Folge von Maurice Jeffers und einem Treffer von Jannik Freese zum 13:13 ausgeglichen (7.). Mit einem 18:16 für Göttingen ging es in die erste Viertelpause.

Bis zum 26:24 aus Heimsicht blieben die LTi 46ers in Sichtweite (17.), ehe Göttingen mit einem Zwischenspurt auf 34:24 davonzog (19.). Mit seinem zweiten erfolgreichen Dreipunktewurf an diesem Abend brachte Anthony Smith seine Farben kurz vor dem Ende von Hälfte eins auf 29:37 heran. In den ersten 20 Minuten hatten vier von zwölf Dreierversuchen des Gießener Teams ihr Ziel gefunden, Göttingen hatte zur Pause bei den Trefferquoten aus der Zwei- und Drei-Punkte-Distanz (3er: 4/9) die Nase vorn. Die auffälligsten 46ers-Akteure der ersten 20 Minuten waren Shooting Guard Anthony Smith (8 Punkte) und Power Forward "Zack" Peacock (5 Punkte, 6 Rebounds), Spielmacher Michael Jordan hatte bis zur Pause vier Assists verteilt.

Hälfte zwei begann mit einem 0:6-Lauf (29:43), so dass sich LTi 46ers-Chefcoach Steven Key schon nach 50 Sekunden zu einer Auszeit genötigt sah. Göttingen war jetzt Herr des Geschehens, baute die Führung auch durch eine klasse Trefferquote von der Dreipunktelinie (50 Prozent bis Mitte des dritten Viertels) bis auf 19 Punkte (55:36/25.) aus. Bis zum Viertelende kämpften sich die 46ers zwar nochmal auf 46:59 (30.) heran, so richtig anspringen wollte der Gießener Angriffsmotor jedoch nicht mehr. Die 46ers fanden nun nicht mehr die richtigen Mittel, die gegnerische Ball-Raum-Verteidigung auszuhebeln. Zu viele Extra-Pässe wurden gespielt. Die Folge: Häufig musste der Abschluss gesucht werden, wenn nur noch eine oder zwei Sekunden auf der 24-Sekunden-Angriffsuhr verblieben waren. Mit 5:19 ging der letzte Abschnitt klar verloren.

Zwar unterliefen den LTi 46ers in der Lokhalle zwölf Ballverluste und damit nur halb so viele wie im letzten Auswärtsspiel in Bremerhaven. Auf der anderen Seite konnten die Mittelhessen aber auch zu wenig Druck auf die Göttinger Offensive ausüben – nach Ablauf der 40 Spielminuten standen für die BG nur drei Ballverluste zu Buche. Eine Steigerung der Truppe von Cheftrainer John Patrick im Einsammeln von Rebounds nach Fehlwürfen in Hälfte zwei (11 Offensivrebounds nach der Pause, Gesamtbilanz am Ende 15:12 aus Sicht der BG) tat ihr Übriges dazu bei, dass den LTi 46ers am Ende nur die Erkenntnis blieb, dass auch im achten Aufeinandertreffen mit der BG seit dem Göttinger Aufstieg im Jahr 2007 nichts zu holen war.

Steven Key: „Wir haben über die meiste Zeit der ersten Hälfte ein gutes Spiel abgeliefert, uns viele freie und gute Schüsse rausgespielt, diese aber leider nicht getroffen. Dadurch haben wir das Spiel verloren. In der zweiten Halbzeit haben die Göttinger ihren Rhythmus gefunden, sie haben schneller gespielt und sind zusehends heißer geworden. Das war ein Problem für uns, denn wir sind eher groß aufgestellt und nicht schnell. Wir waren heute von außen nicht gut genug, hatten später dann auch Probleme, gegen die Zone zum Abschluss zu kommen. Unter dem Korb war Göttingen immer schnell dazwischen. Dadurch waren wir nervös und haben in der zweiten Halbzeit oft einen Extra-Pass gespielt und dadurch viele Würfe genommen, wenn wir in Zeitnot waren. Das ist zu wenig gegen eine Mannschaft wie Göttingen, gerade wenn sie zuhause spielt."

Weiter geht es für die LTi GIESSEN 46ers mit einem Auswärtsspiel bei ALBA Berlin. Die Begegnung des 31. Beko BBL-Spieltages findet am kommenden Samstag (9. April 2011) statt. Spielbeginn ist um 20.05 Uhr in der Berliner o2 World. SPORT1 zeigt die Partie live.

Punkteverteilung LTi GIESSEN 46ers: Peacock (11 Pkt./ 0-3er), Jeffers (10/2), Freese (9), Smith (8/2), Mädrich (7/1), Gamqrelidze (3), Ovcina (2), Brooks (1), Jordan (0), Schwartz (0), Perl (n. e.).

BG Göttingen, beste Werfer: Bailey (17), Boone (16), Anderson (15).


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Original-Pressemitteilung
Artikel vom 06.04.2011, 07:46 Uhr
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