Artikelausdruck von Freestyle Gießen


Basketball:
(TV Lich)

Auftakt zur „Favoriten-Runde“

Nach dem 109:99-Sieg im Hessenderby gegen den TV Langen ist für den TV LICH das vermeintlich „leichte“ Auftaktprogramm beendet. Dabei kann man mit 6 Siegen aus den ersten 8 Spielen durchaus zufrieden sein, auch wenn die beiden Niederlagen in Weiden und Stuttgart durchaus vermeidbar gewesen wären. Zum Auftakt in die heiße Phase trifft man nun auf den Aufstiegskandidaten erdgas baskets Jena. Die Thüringer stehen aktuell auf dem 3. Platz und mussten bislang nur bei der überraschenden Niederlage in Nördlingen als Verlierer vom Platz gehen. Dagegen zeigte man in der 2.Qualifikationsrunde des BBL-Pokals mit einem hauchdünnen xx:xx-Sieg bei Mitfavorit ratiopharm Ulm, dass man durchaus Anspruch auf den Aufstieg anmeldet. Die Mannschaft um Kapitän Oliver Braun spielte sich am vergangenen Wochenende gegen den USC Main-Franken aus Würzburg in einen wahrhaftigen Rausch und fegte die Franken mit 128:60 aus der Halle. Mit Ronald Taylor vom USC Heidelberg und Austen Rowland (1.FC Kaiserslautern) verpflichtete man zwei der stärksten US-Amerikaner der vergangenen Saison, die nach den Abgängen von Michael Lake (Nürnberg) und Mark Peters für die nötigen Punkte und die Stabilität im Aufbau sorgen sollen. Während Taylor zur Zufriedenheit der Jenaer Verantwortlichen von Beginn an die Fans mit seiner spektakulären Spielweise, sowie durchschnittlich 17,6 Punkte pro Spiel verzückte, erwischte Rowland einen weniger guten Start: bereits im ersten Saisonspiel in Weiden zog er sich ohne Fremdeinwirkung eine Fraktur des Mittelfußes zu und wird den Thüringern noch bis mindestens Ende Januar fehlen. Mit dem Puertoricaner Alvin Cruz hatte man zwischenzeitlich bereits einen Ersatz gefunden, dieser verließ das Team jedoch bereits nach 3 Spielen wieder. Auf der Flügel-Position erhielt man wertvolle Unterstützung mit der Verpflichtung des Ex-Leverkuseners Alexander Seggelke, mit 19,9 Punkten pro Spiel bislang nicht nur Topscorer, sondern auch wichtiger Baustein im Konzept der Menz-Truppe. Zudem bewies er in den bisherigen 8 Spielen eine unglaubliche Treffsicherheit bei seinen Freiwürfen, als er alle 54 Versuche verwandeln konnte. Die größte Stärke der Thüringer ist dagegen wohl unter dem Korb zu finden: mit Oliver Braun, Gregor Linke und Robert Cardenas verfügte man bereits in der Vorsaison über ein Dreigestirn, welches so manchem Kontrahenten das Fürchten lehrte. Vor der Saison 2005/06 konnte man dieses mit Lars Buss vom Liga-Konkurrenten Chemnitz noch verstärken, wodurch man es sich nun leisten konnte, Cardenas auch auf der Position 3 einzusetzen. Doch auch auf den großen Positionen blieb der Menz-Truppe das Verletzungspech treu: im Spiel gegen Stuttgart zog sich Cardenas einen Kreuzbandriss zu und fällt bis Saisonende aus. Für die Mannschaft von Trainer Dejan Kostic wird am Samstag Abend in der Jenaer Werner Seelenbinder Halle ausschlaggebend sein, ob man auch gegen das abwehrstärkste Team der Liga (64 zugelassene Punkte pro Spiel) das Tempo hoch halten können wird um so die eigenen Stärken best möglichst ausspielen zu können. Trainer Dejan Kostic sieht die Gastgeber zwar leicht im Vorteil, rechnet sich jedoch trotzdem durchaus Chancen aus: „Ich wünsche den Thüringern die Meisterschaft, allerdings werden wir versuchen, unsere Offensivstärke am Samstag zu nutzen." In Jena rechnet man nach dem eher unausgeglichenen Spiel gegen Würzburg „mit attraktiven Duellen auf den einzelnen Positionen und einem knappen Finish.“ Hoffentlich mit dem besseren Ende für den TV LICH!


Original-Pressemitteilung
Artikel vom 19.11.2005, 09:40 Uhr

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