Artikelausdruck von Freestyle Gießen


Basketball:
(TV Lich)

Pokalaus gegen überlegene Nürnberger

Nur 500 Zuschauer suchten am Nikolaustag den Weg in die Licher Dietrich-Bonhoeffer-Halle, um das Wiedersehen mit dem letztjährigen Licher Ryan DeMichael und Gießener Heiko Schaffartzik zu feiern und vielleicht doch eine Pokalüberraschung zu sehen. Denn die Nürnberger mussten auf ihren Aufbauspieler Marcel Dan Tenter und ihren Power-Forward Cory Jenkins verzichten. Zusätzlich gingen Aw und Gioulekas angeschlagen in die Partie.

Doch diese Hoffnung sollte schnell verfliegen. Die Licher, mit Daniel Dörr, der im letzten Spiel gegen Kaiserslautern überzeugen konnte, für Pete Strobl in der Startformation konnten nur die ersten drei Minuten mithalten. Zu viel Respekt hatte der TV LICH vor dem Erstligisten aus Nürnberg, was zur Folge hatte, dass die Angriffe nicht konsequent genug genutzt wurden. In dieser Zeit liefen einige Angriffe nur mit der Intention das Foul zu bekommen, doch der Pfiff der Schiedsrichter blieb meistens aus. Nürnberg konnte sich durch die aggressive Verteidigung und konsequentem Angriffspiel nach einem Dreier von DeMichael und einem Dunk von Gioulekas auf 7:15 absetzen. Nach einem kurzen Zwischenhoch kam der TV LICH wieder auf 11:15 heran, doch die SELLBYTELL Baskets konnten sich durch immer wieder einfache Punkte weiter absetzen. Was die Herren Kovacevic und Hack unter dem Nürnberger Korb nicht gepfiffen haben, pfiffen sie unter dem der Licher vermehrt. So gingen die Nürnberger nach einem Korbleger von DeMichael mit anschließendem verworfenen Foulfreiwurf, Rebound und Punkten von Aw, mit einer 26:13 Führung in die Viertelpause.

Aw eröffnete mit zwei weiteren Punkten das zweite Viertel und nach einem Dreier von Schaffartzik führt das Team von Stephan Harlander mit 31:13 und viele der Zuschauer rechneten schon mit einer Blamage. Doch der TV LICH kam nun besser ins Spiel und konnte vor allem in der Offensive konsequenter agieren. Jedoch waren Nürnberger in dieser Phase nicht zu stoppen und bauten ihren Vorsprung sogar bis auf 25:47 aus. Johannes Lischka, auf Seiten des TV, konnte mit vier Punkten bis zur Halbzeit noch auf 31:49 verkürzen.

In der zweiten Halbzeit zeigte sich der TV LICH von seiner guten Seite. Durch konzentrierte Verteidigung und starker Offensivausbeute konnten die Licher den Rückstand auf 40:53 verkürzen. Die SELLBYTELL Baskets ließen sich davon jedoch nicht beeindrucken und mit einem 10:0 Zwischenspurt, waren sie wieder auf 63:40 weg. In der 29. Minute musste der Pechvogel Pete Strobl nach einem angeblichen Offensivfoul das Spielfeld frühzeitig mit seinem fünften Foul, wovon drei nicht unbedingt berechtigt waren, verlassen.

Im letzten Viertel versuchte der TV LICH noch einmal alles und griff aggressiv und konsequent an. Der Vorsprung der nun ermüdeten Nürnberger schrumpfte bis zwei Minuten vor Schluss auf 65:75. In diesen letzten Minuten schafften es die Licher jedoch nur noch einen Ball im gegnerischen Korb unterzubringen. Nach 40 gespielten Minuten endete die Partie beim Stand von 67:77.

Der Sieg der Nürnberger war nie wirklich gefährdet und war durch die deutliche Reboundüberlegenheit und einem starken DeMichael und Schaffartzik verdient. Auf Seiten des TV LICH konnte erneut Reggie Golson mit 34 Punkten und Daniel Dörr überzeugen. Trainer Dejan Kostic gab sich zufrieden: „Mit dem, was wir heute gezeigt haben, kann man zufrieden sein. Gerade in den letzten beiden Vierteln haben wir das Spiel schon dominiert“

Für die Licher heißt es am Wochenende an diese Viertel anzuknüpfen, da mit Ulm und Chemnitz zwei weitere starke Gegner auf den TV LICH warten.


Original-Pressemitteilung
Artikel vom 08.12.2005, 11:50 Uhr

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